EZB

Niedrigzinsen schieben Kreditvergabe der Banken im Euroraum an

Frankfurt am Main | 28.08.2025 | Reuters

Die niedrigen Zinsen sorgen für Schwung bei der Kreditvergabe der Banken im Euroraum. Die Geldinstitute reichten im Juli 2,8 Prozent mehr Darlehen an Unternehmen aus als vor Jahresfrist, wie die EZB am 28. August in Frankfurt mitteilte. Das ist das stärkste Wachstum seit etwas mehr als zwei Jahren, im Juni lag es bei 2,7 Prozent. An die privaten Haushalte vergaben die Banken im Juli 2,4 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor. Im Juni waren es 2,2 Prozent.

Nach sieben Zinssenkungen hatten die Eurowächter der EZB im Juli eine Pause eingelegt. Der am Finanzmarkt maßgebliche Einlagensatz liegt damit weiterhin bei 2 Prozent. Der Satz, den Geldhäuser erhalten, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken, ist der Leitzins im Euroraum. Sein niedriges Niveau sorgt tendenziell dafür, dass Kredite günstig bleiben. Auch für die nächste Zinsentscheidung der EZB am 11. September wird am Finanzmarkt mit einer Zinspause gerechnet.

Die Währungshüter haben bei ihren Zinsentscheidungen stets auch die Entwicklung der Geldmenge im Blick, die Volkswirten zufolge Hinweise zur Inflationsentwicklung geben könnte. Die Geldmenge M3 wuchs im Juli um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 3,5 Prozent gerechnet. Im Juni lag das Wachstum bei 3,3 Prozent. Zur Messgröße M3 zählen Bargeld, Einlagen auf Girokonten sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen.

Foto: Bru-nO@pixabay.com

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