Fusionsgespräche
Volksbank Mittelhessen und der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg wollen zusammengehen
Gießen/Bad Hersfeld | 25.04.2024 | Volksbank Mittelhessen eG
Fusionsgespräche von zwei erfolgreichen Partnern
  • Ziel: Bündelung der Kräfte und Ausbau neuer Handlungsfelder
  • Markennamen bleiben erhalten
  • Neue Bank wäre neuntgrößte Genossenschaftsbank in Deutschland
  • Keine Kündigungen oder Filialschließungen geplant

Die VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg eG und die Volksbank Mittelhessen eG wollen fusionieren. Die Vorstände und die Aufsichtsräte der beiden Genossenschaftsbanken haben einstimmig beschlossen, Fusionsgespräche zu führen. Eine Bündelung der Kräfte sehen beide Partner als die richtige strategische Antwort auf aktuelle und künftige Herausforderungen in einem schwierigen Branchenumfeld. Beide Häuser sind gesund, ertrags- und leistungsstark und in ihren Geschäftsgebieten ein verlässlicher Partner für Privat- und Firmenkunden. Kundennähe ist und bleibt für beide Häuser wichtig. Die bisherige dezentrale Struktur beider Banken soll in der bestehenden Struktur erhalten bleiben.

Durch den Zusammenschluss und die neue Bankengröße können Stärken ausgebaut und Synergien genutzt sowie zusätzlich neue Handlungsfelder erschlossen werden. Damit wird die Leistungsfähigkeit für die Menschen in den Regionen zusätzlich gesteigert. Der Zusammenschluss beider Banken, durch den die neuntgrößte Genossenschaftsbank Deutschlands entstehen würde, soll rechtlich voraussichtlich zum 1. Januar 2025 erfolgen.

Gute Partner in der Region

Die VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg eG und die Volksbank Mittelhessen eG pflegen seit Jahren eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit und arbeiten in ausgewählten Fachthemen und Kundenprojekten immer wieder eng und vertrauensvoll zusammen. „Der Zusammenschluss erfolgt in gemeinsamer Kooperation. Es handelt sich um eine Fusion von zwei erfolgreichen Partnern aus einer Position der Stärke und auf Augenhöhe“, erklären die drei Vorstandsmitglieder der VR-Bankverein eG, Hartmut Apel, Thomas Balk und Michael Herbst. Und weiter: „Die Erfolgsgeschichte des VR-Bankvereins kann mit unserem neuen Partner weiter fortgeschrieben werden. Durch die möglichen zusätzlichen Kapazitäten ist die Fortführung und der Ausbau in unserem bestehenden Marktgebiet noch umfangreicher möglich.“

Auch für die Volksbank Mittelhessen eG bietet die Fusion viele Vorteile. „Mit den verantwortlichen Führungskräften im VR-Bankverein verbindet uns nicht nur eine lange geschäftliche Zusammenarbeit, z.B. in der gemeinsamen VR International Hessen, sondern auch ein gemeinsames Wertegerüst, das in den jeweiligen Strategien zum genossenschaftlichen Bankgeschäft sichtbar ist“, sagt Volksbank-Vorstandssprecher Dr. Peter Hanker.

Sein Vorstandssprecherkollege Dr. Lars Witteck betont: „Wir als Volksbank Mittelhessen können unseren laufenden Prozess bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder durch die Erfahrungen und bereits bestehenden Leistungen des VR-Bankvereins beschleunigen und profitieren sowohl von den vielfältigen genossenschaftlichen Leistungen über das Bankgeschäft hinaus als auch von der Erweiterung des Marktgebiets mit neuen, interessanten Kunden. Deshalb sind wir überzeugt, dass wir in einer Partnerschaft die Stärken beider Häuser optimal ausspielen können. Der Zugang zur attraktiven Region Nord- und Osthessen wird positive Ausstrahlungseffekte auch auf die bereits bestehenden Teilregionen unserer Bank haben.“

„Steigende Anforderungen seitens der Regulatorik, die Digitalisierung und die wirtschaftlichen Einflüsse, die auf unsere Kundinnen und Kunden einwirken, stellen Herausforderungen dar, denen wir mit unternehmerischer Verantwortung und einer Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells über das klassische Bankgeschäft hinaus begegnen“, machen die beiden Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen deutlich. Und weiter: „Mit einem Netzwerk aus Partnerschaften und Tochterfirmen wollen wir Lösungen anbieten, die unseren Mitgliedern zugutekommen und somit auch den Menschen in der Region dienen.“

Für Branchen-Herausforderungen zukunftsfähig aufstellen

Die Branche unterliegt ständigen Veränderungen und neuen Herausforderungen wie der immer komplexer werdenden Regulatorik, dem Wandel der kompletten Bankenlandschaft, bei dem das Kerngeschäft unverändert unter Druck steht, und insbesondere der Neudefinition des Arbeitsumfeldes vom Arbeitgeber- hin zum Arbeitnehmermarkt, der auch einen Ursprung im demografischen Wandel der Gesellschaft hat. Das klassische Bankgeschäft wird sich zukünftig nur noch rentabel gestalten lassen, wenn sich Genossenschaftsbanken zu großen, regional orientierten Einheiten zusammenschließen. Das bestehende Leistungsangebot muss durch neue Leistungen ergänzt werden, um die Attraktivität und Kontaktquote für Mitglieder und die zentralen Kundengruppen zu erhalten oder weiter zu erhöhen. Der Wettbewerbs- und Margendruck macht es erforderlich, neue Ertragsfelder zu erschließen.

Ziel der Fusion ist die Schaffung einer großen, überregional organisierten, aber regional orientierten Genossenschaftsbank, die durch ihre Schwungmasse sowie Innovations- und Ertragskraft nicht nur dauerhaft zukunftsfähig ist, sondern als Vorreiter auch Zeichen in ihren Regionen setzt. Durch die neue Größenordnung wird eine effiziente, prozessoptimierte, regulatorisch sichere und ertragreiche Gestaltung des klassischen Bankgeschäfts gefördert. Die erhöhte Innovationskraft wird dazu genutzt, neue banknahe und bankferne Leistungen für die Gesamtbank und die Teilregionen aufzubauen, um die Relevanz und Attraktivität für Mitglieder und Kunden weiter zu erhöhen. „Mit unserer Fusion wollen wir Regionalbank neu denken. Die neue Größe und das erweiterte Leistungsspektrum ermöglichen es uns, unsere Veränderungs-, Wettbewerbs- und Gewinnfähigkeit genossenschaftlich motiviert weiter zu stärken und langfristig sicherzustellen“, sind sich die Vorstandsmitglieder beider Häuser einig.

Regionale Identität und Geschäftsstellen bleiben erhalten

Aus Mitglieder- und Kundensicht ergeben sich im täglichen Ablauf kaum Änderungen, da die Ansprechpartner in den Geschäftsstellen weiterhin zur Verfügung stehen. Geschäftsstellenschließungen sind für die planbare Zukunft nicht vorgesehen. Die regionale Identität bleibt ebenso wie der Name VR-Bankverein als Marke erhalten. Ebenso wird es keine Kündigungen geben, da bei der Fusion und auch danach alle Mitarbeiter gebraucht werden.

In den kommenden Monaten sollen Gespräche mit den Mitgliedervertretern stattfinden. Die Mitglieder der Vertreterversammlungen sollen im November 2024 über die geplante Fusion in getrennten Versammlungen abstimmen. Im Fall der Fusion erstreckt sich das Geschäftsgebiet in nord-südlicher Richtung von Frankenberg bis Karben und von ost-westlicher Richtung von Gerstungen in Thüringen bis nach Bad Laasphe in Nordrhein-Westfalen.

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