EZB

Prozess für Wahl der Nachfolge von EZB-Vize gestartet

Brüssel | 12.12.2025 | dpa

Der Personalpoker um die Neubesetzung mehrerer Spitzenposten bei der EZB hat begonnen. Bei einem Treffen in Brüssel eröffneten die Finanzminister der Länder mit der Gemeinschaftswährung Euro den Aufruf zur Einreichung von Kandidaturen für die Nachfolge von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos.

Eingereicht werden sollen die Bewerbungen bis Anfang Januar, bei dem nächsten Treffen der Eurogruppe am 19. Januar sollen sie dann diskutiert werden.

De Guindos verlässt die Zentralbank mit Sitz in Frankfurt mit Ablauf seines Mandats Ende Mai 2026. Seine Nachfolge ist Teil eines größeren Personalpakets, denn auch die Amtszeit von EZB-Präsidentin Christine Lagarde endet eineinhalb Jahre später, im Oktober 2027. Über die Nachfolge wird bereits spekuliert.

Zuletzt hatten sich gleich zwei deutsche Notenbanker zu Wort gemeldet. «Grundsätzlich dürfte jeder Notenbanker im EZB-Rat die Kompetenz zur Nachfolge für das Spitzenamt im Eurosystem haben», sagte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel dem «Spiegel». Deutlicher wurde EZB-Direktorin Isabel Schnabel in einem Bloomberg-Interview: «Wenn ich gefragt würde, stünde ich bereit.»

Bei den Personalien haben die Verhandler üblicherweise genau im Blick, dass es zwischen kleinen und großen, südlichen und nördlichen Euroländern ein Gleichgewicht gibt. Das gilt auch für das Verhältnis von Befürwortern einer harten Geldpolitik und den Verfechtern eines eher lockeren Kurses.


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