Fördergeschäft steigt im ersten Halbjahr auf Rekordwert
Die staatliche Förderbank KfW hat im ersten Halbjahr grünes Licht für Finanzierungen im Rekordvolumen gegeben. Von Januar bis Juni wurden neue Zusagen von 57,7 Milliarden Euro vergeben, wie die KfW am 5. August mitteilte. Das Neugeschäft lag damit rund 46 Prozent über dem Vorjahreswert. Die KfW sprach von einem starken ersten Halbjahr. Vor allem in der inländischen Förderung entwickelte sich das zweite Quartal noch dynamischer als das bereits starke erste Vierteljahr. Das Zusagevolumen erreichte zur Jahresmitte 38,9 Milliarden Euro.
Besonders ausgeprägt war die Nachfrage nach Förderkrediten beim Mittelstand für Klimaschutz- und Umweltvorhaben mit 11,2 (VJ: 5,3) Milliarden Euro. Auch die Programme für private Kunden – insbesondere die energieeffiziente Gebäudeförderung samt Heizungsförderung – wurden wieder intensiv nachgefragt. KfW-Vorstandschef Stefan Wintels bezeichnete die Förderung als „wesentlichen Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und zur Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland“.
Operatives Ergebnis knackt Milliardenmarke
Das Neugeschäft der Export- und Projektfinanzierung erreichte 15,4 Milliarden Euro und liegt damit rund ein Drittel über dem Vorjahresniveau. Gründe für den Anstieg sind laut KfW die Nutzung „attraktiver“ Marktchancen sowie der erfolgreiche Abschluss größerer Einzelgeschäfte. Der KfW-Konzern erzielte im Halbjahr ein sogenanntes ökonomisches Ergebnis (Konzerngewinn vor IFRS-Effekten, Förderaufwand und Steuern) von 1,238 Milliarden Euro und damit 50 Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Das operative Ergebnis – also vor Bewertungen und Förderaufwand – knackte die Milliardenmarke: Es lag mit 1,103 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert von 969 Millionen Euro und resultierte vor allem aus dem Zinsüberschuss (vor Förderaufwand). Dieser übertraf mit 1,567 Milliarden Euro den Vorjahreswert von 1,436 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss vor Förderaufwand, der vor allem die Vergütung von Förderaktivitäten im Auftrag des Bundes umfasst, lag mit 340 (VJ: 336) Millionen Euro leicht über Vorjahr. Der Verwaltungsaufwand vor Förderaufwand blieb mit 805 Millionen Euro stabil.