BI im Gespräch mit André Haagmann und Aki Reinke
Einzigartige Kultur
Gruppe und Branche | 08.04.2026 | Redaktion
Aki Reinke geht, André Haagmann übernimmt. Wechsel an der Spitze von Union Investment. Zeit für ein Gespräch über Vergangenheit, Zukunft und Werte, die Union Investment ausmachen – heute und morgen.
BI// Herr Reinke, Union Investment feiert in diesem Jahr 70. Geburtstag. Die zweite Hälfte dieser Zeitspanne haben Sie als Teil von Union Investment miterlebt, waren davon über zwanzig Jahre lang Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender. Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf diese Zeit zurück?
Reinke// Zuerst einmal mit großer Dankbarkeit. Als ich im Jahr 1991 zu Union Investment kam, haben mich viele gefragt: Warum gehst du dahin? Damals haben die genossenschaftlichen Banken unsere Produkte nicht verkauft, weil wir gut waren, sondern weil wir zur Familie gehörten. Daher war es immer mein Ansinnen, aus Union Investment ein erfolgreiches, partnerschaftliches Unternehmen zu machen. Und das haben wir geschafft. Die Zahlen illustrieren dies sehr gut: Als ich angefangen habe, waren wir 180 Leute, hatten 8 Milliarden D-Mark verwaltetes Vermögen und 1 Million D-Mark als Ergebnis vor Steuern. Heute sind wir 4.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 59 Ländern, haben 535 Milliarden Euro Assets under Management und ein Ergebnis vor Steuern von fast 1,2 Milliarden Euro. Was für mich aber viel wichtiger ist: Menschen arbeiten im Schnitt elf Jahre mit mir zusammen, die im Management sogar 14 Jahre.
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