amberra, das Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe, hat per Ende Februar das finale Closing seines ersten amberra Fonds vollzogen. Mit einem erreichten Zielvolumen von 100 Mio. Euro steht der Gruppe erstmals gebündeltes Innovationskapital in dieser Größenordnung zur Verfügung. Beteiligt haben sich rund 180 Genossenschaftsbanken und Unternehmen, die gemeinsam mehr als die Hälfte der konsolidierten Bilanzsumme der FinanzGruppe repräsentieren.
- 100 Mio. € Fondsvolumen
- Rund 180 Banken & Unternehmen beteiligt
- Mehr als 300 Banken nutzen bereits Lösungen
- Bis 2028: Portfolio auf 20 Beteiligungen
Ziel ist es, gezielt in banknahe und bankferne Geschäftsmodelle zu investieren, um die Zukunftsfähigkeit der Institute zu sichern. Seit dem Start im März 2024 wurden bereits fünf deutsche Startups – darunter Impleco (Immobilien), ubiMaster (Bildung) und nuuEnergy (ClimateTech) – in das Portfolio aufgenommen. Mehr als 300 Banken nutzen bereits mindestens eine der neuen Lösungen.
(Rückblick: So verlief der Endspurt beim amberra Fonds bis zum finalen Closing)
„Beyond Banking“ als zweite strategische Säule
„Neue Strukturen brauchen Mut, Vertrauen und die Bereitschaft, gemeinsam etwas aufzubauen“, erklärt Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Mit dem Ansatz „Beyond Banking“ baue man eine zweite strategische Säule neben dem Kerngeschäft aus, um für Kunden im Alltag noch relevanter zu werden.
Björn Schmuck, Geschäftsführer von amberra, ergänzt: „Mit dem Closing haben wir unser Mandat mit der nötigen Kapitalstärke hinterlegt. Jetzt geht es darum, diese skalierbaren Lösungen strukturiert in die Fläche zu bringen und messbare Wirkung zu erzielen.“
(Hintergrund: Wie Venture Building neue Wachstumsfelder für die Gruppe erschließt)
Systematischer Portfolioausbau bis 2028
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Fonds beginnt für amberra die nächste Entwicklungsphase. Geplant ist der Ausbau eines Portfolios von bis zu 20 Beteiligungen bis zum Jahr 2028. Der Fokus liegt dabei auf Series-A-Finanzierungsrunden in der DACH-Region innerhalb der vier Lebenswelten:
- Wohnen
- Gesundheit
- Nachhaltigkeit
- Regionale Wirtschaft
(Details dazu: Vom Finanzpartner zum Partner fürs Leben – Das aktuelle amberra-Portfolio im Check)
Drei Felder für Innovation: CVC, Clienting und Building
amberra agiert dabei in drei strategischen Venturing-Feldern: Neben direkten Startup-Beteiligungen (Corporate Venture Capital) setzt das Studio auf strukturierte Kooperationen (Venture Clienting) und die Eigenentwicklung neuer Geschäftsmodelle (Venture Building).
Erfolgreiche Beispiele hierfür sind bereits die Mieterstrom-Lösung stroya sowie die Kooperation mit mykori für regionales Spendenmanagement. Ziel der kommenden Jahre ist es, aus diesen Services ein integriertes Leistungsangebot zu formen, das die Genossenschaftsbanken vom reinen Finanzpartner zum Partner für das ganze Leben entwickelt.
Praxis-Check: Portfoliounternehmen im Einsatz
Die nachfolgenden, von amberra freigegebenen Use Cases geben einen Einblick, wie die Lösungen heute bereits praxisnah in der Fläche genutzt werden.
| Lösung | Beispielhafte Institute | Strategischer Mehrwert |
|---|---|---|
| ubiMaster (Digitales Lernen) |
Raiffeisenbank Isar-Loisachtal eG, VR Bank Schleswig-Holstein Mitte eG |
Bis zu 50 % mehr Abschlüsse bei Jugendkonten durch exklusiven Lern-Mehrwert. |
| Impleco (Immobilienreise) |
Volksbank Freiburg eG, Volksbank eG – Die Gestalterbank |
Frühzeitige Kundenbindung in der Baufinanzierungsstrecke durch digitale Begleitung. |
| stroya (Mieterstrom) |
Volksbank Haselünne eG, Volksbank eG Nienburg-Schaumburg |
Erschließung neuer Finanzierungs- und Beratungspotenziale im ESG-Kontext. |
| LillianCare (Gesundheit) |
Regionale Genossenschaftsbanken (Pilotphase) | Sicherung der regionalen Infrastruktur und verbesserte medizinische Versorgung vor Ort. |